Mitarbeiterbefragung für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Messen, Analysieren, Verbessern
Früher wurde die Mitarbeiterbefragung häufig zur Ermittlung der Mitarbeiterzufriedenheit eingesetzt. Zufriedene Mitarbeiter reichen jedoch für den globalen Wettbewerb längst nicht mehr aus. Die Top-Firmen zeichnen sich aus durch ein hohes Engagement und Commitment der Belegschaft für die gemeinsame Sache. Eine hohe Identifikation mit dem Job und der Firma erfordert mehr als eine gute Bezahlung oder ein freundliches Schulterklopfen. Erfolgreiche Unternehmen punkten in allen Disziplinen und inspirieren so ihre Mitarbeiter täglich auf Neue. Dabei können reibungslose Geschäftsprozesse so wichtig sein wie ein soziales Engagement oder familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Belohnt wird eine Höchstleistungsorganisation durch begeisterte Kunden und eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit.
Motivation und Wertschätzung
Nach einer aktuellen Studie des Bundesarbeitsministeriums halten 60 % der Führungskräfte das Engagement der Mitarbeiter mit weitem Abstand für den wichtigsten Wettbewerbsfaktor. 19 % der Arbeitnehmer sind über ihrer Beschäftigungssituation unglücklich und haben die innere Kündigung bereits vollzogen. Das ist ein großes Problem für die Mitarbeiter und natürlich auch für den Arbeitgeber. Schließlich summieren sich alleine die Lohnkosten eines Mitarbeiters im Laufe des Berufslebens auf beachtliche 1,5 bis 3 Millionen Euro. Es sind aber vor allem verärgerte Kunden, in den Sand gesetzte Projekte oder frustrierte Kollegen, die womöglich noch einen weit größeren Schaden verursachen.
Grund genug also, mit einer professionellen Mitarbeiterbefragung sorgfältig nach den Problemen und Hindernissen zu forschen, die einer Höchstleistungskultur im Wege stehen. Neben der fachlichen und sozialen Kompetenz der Führungskräfte gibt es dabei noch weitaus mehr relevante Einflussgrößen. So können beispielsweise interne Reibereien zwischen den Abteilungen, mangelhafte Kommunikation oder umständliche Geschäftsprozesse zu deutlichem Energieverlust führen. Zuweilen fehlt den Mitarbeitern auch schlicht das Verständnis für die Sinnhaftigkeit ihrer Aufgabe. Durch eine gute Mitarbeiterbefragung lassen sich solche Probleme aufdecken.
Erhebung und Analyse der Mitarbeiterbefragung
Aufgrund der in der Regel zahlreichen Feedbacks empfiehlt sich eine maschinelle Erhebung und Auswertung über spezielle IT-Tools. Ein Anbieter für eine Online Mitarbeiterbefragung ist Hallo-Chef.de. Durch geeignete statistische Verfahren lassen sich aus der Fülle von Daten relevante Aussagen herausdestillieren. Besonders interessant sind Vergleiche mit einer vorherigen Mitarbeiterbefragung oder den Resultaten von anderen Abteilungen. Falls möglich (bei gleichen Fragen) liefert auch ein Vergleich mit anderen Firmen aufschlussreiche Erkenntnisse.
Hilfreich ist die Möglichkeit für die Feedbackgeber, Hinweise und Kommentare zu geben. Diese sollten ernst genommen werden und sorgfältig ausgewertet werden.
Stellhebel und Optimierung
Viele Mitarbeiterbefragungen verschwinden als "Alibi-Befragung" in der Schublade des Managements oder der Personalabteilung. Schade für das Geld und den Aufwand. Vor allem aber schade für das enttäuschte Vertrauen der befragten Belegschaft. Nur eine ernsthafte Beschäftigung mit den Resultaten rechtfertigt den nicht unerheblichen Aufwand bzw. der Kosten einer Mitarbeiterbefragung.
Dies umfasst eine professionelle Auswertung, eine sorgfältige Analyse und aufrichtigen Maßnahmen zur Einleitung von Verbesserungen. Besonders wichtig ist eine zeitnahe Kommunikation bzw. Rückmeldung an die Befragten über Ergebnisse, abgeleitete Schlussfolgerungen und geplante Maßnahmen.
10 Tipps für eine erfolgreiche Mitarbeiterbefragung
1. Commitment der Chefs
2. Vertrauen der Belegschaft bzw. Mitarbeiter
3. Sorgfältig formulierte Fragen
4. Strikte Anonymität
5. Freiwilligkeit
6. Offene Kommunikation
7. Einbindung von Gremien wie Betriebsrat, Personalrat
8. Offenheit für Feedback
9. Professionelle Durchführung
10. Wille zur Verbesserung